Praxisklinik Orthopädie Franziskushospital

Mortonsche Neuralgie

Erkrankung

Das Gefühl in den Zehen wird durch mehrere kleine Nervenäste gewährleistet, deren letzte Aufzweigungen sich auf Höhe der Mittelfußknochen befinden. Kommt es bei Veränderungen des Fußgewölbes wie beispielsweise einem Spreizfuß zu einem Tiefertreten eines oder mehrerer Mittelfußknochen, kann es zu einer Kompression des jeweils "in die Zange genommenen" Nerven kommen. Der durch diese Kompression verursachte Reizzustand kann eine lokale Wucherung des Nervengewebes nach sich ziehen, die sich für den Betroffenen in Schmerzen und Brenn- bzw. Kribbelgefühlen im mittleren Vorfuß äußert. Meist ist der Bereich zwischen dem zweiten und dritten bzw. dritten und vierten Zeh betroffen.

Behandlung

Ein erster, konservativer Behandlungsversuch mit Schuhzurichtungs- bzw. Einlagenversorgung mit dem Ziel einer Druckentlastung kann erfolgreich sein. Ist dies nicht der Fall, bringt die operative Behandlung mit Entfernung des gewucherten Nervengewebes häufig gute Ergebnisse mit Beschwerdefreiheit oder zumindest wesentlicher Besserung.

Komplikationen und Nachbehandlung

Wie bei jedem Eingriff mit Verletzung der Haut kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen sowie zu Nachblutungen und der Ausbildung eines Blutergusses. Veranlagungsbedingte Störungen der Narbenbildung können einen Folgeeingriff notwendig machen, eine verminderte oder vermehrte Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Narbe bildet sich dagegen meist von selbst zurück. Verletzungen benachbarter Strukturen wie Muskeln, Sehnen und Nerven können dauerbare Störungen verursachen, treten aber extrem selten auf.