Erkrankung
Bei der Haglund-Ferse handelt es sich um eine angeborene, knöcherne Vorwölbung des Fersenbeins etwa im Ansatzbereich der Achillessehne. Normalerweise macht dieser ausladende Knochenrand keine Beschwerden. Kommt es jedoch durch Tragen von in diesem Bereich zu engen oder zu hart gearbeiteten Schuhwerks zu einer Druckausübung, reagieren die Weichteile mit Irritationserscheinungen wie Rötung der Haut, Fersenschmerzen beim Gehen oder sogar einer Entzündung des zwischen Achillessehne und Haut liegenden Schleimbeutels. Oft kommt es zu diesen Reizzuständen auch durch eine Dauerbelastung wie Langstreckenlauf.
Behandlung
Die einfachste Form der Behandlung besteht im Tragen von Sandalen ohne hinterer Kappe oder von Schuhwerk, dessen Fersenkappe so gearbeitet ist, dass es in diesem speziellen Bereich zu keiner Druckbelastung kommt sowie das vermeiden von Extrembelastungen. In einigen Fällen erzielt dieses Vorgehen dauerhafte Schmerzfreiheit. Die operative Behandlung bei bereits bestehender Chronifizierung besteht in der Abtragung des knöchernen Vorsprungs verbunden mit der Entfernung des Schleimbeutels.
Komplikationen und Nachbehandlung
Aufgrund des Manipulierens am Knochen kann es zu Nachblutungen und der Ausbildung eines Blutergusses mit resultierender störender Narbenbildung kommen.Um dies zu vermeiden wird nach der Operation ein Unterschenkelgips angelegt. Nach 2 Wochen erfolgt der Wechsel auf einen Spezialschuh. Wie bei jedem Eingriff mit Verletzung der Haut kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen. Veranlagungsbedingte Störungen der Narbenbildung können einen Folgeeingriff notwendig machen, eine verminderte oder vermehrte Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Narbe bildet sich dagegen meist von selbst zurück.





