Praxisklinik Orthopädie Franziskushospital

Fingergelenksarthrosen

Eine Arthrose ist ein Gelenkverschleiß, der wie an anderen Stellen im Körper auch die Finger betreffen kann. Dabei kommt es zu einem Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkes. Meist handelt es sich um einen natürlichen Verschleiß, manchmal ist auch ein Unfall mit Gelenkbeteiligung die Ursache eines vorzeitigen Verschleißes. Am Finger sind meistens die Fingermittel- und -endgelenke betroffen (Heberden- bzw. Bouchard-Arthrose).

Klinisches Bild

Als Folge einer Arthrose kommt es zu Ruhe- und Belastungsschmerzen der Gelenke sowie zu einer Schwellneigung. Es bilden sich knöcherne Ausziehungen am betroffenen Gelenk. Gelegentliche kommt es auch zu einer Verkrümmung des Fingers oder zu Nageleindellungen.

Eine Arthrose schreitet kontinuierlich fort, wobei der genaue zeitliche Verlauf nicht vorhergesagt werden kann. Medizinisch bewiesene vorbeugende Maßnahmen sind nicht bekannt.

Therapie

Bei der nicht operativen Therapie ist das Ziel, die Gelenke möglichst lange beweglich und schmerzarm zu halten. Dies lässt sich durch Bewegungsübungen (z. B. in lauwarmem Wasserbad) und durch das Vermeiden von belastenden Tätigkeiten erreichen. Zusätzlich können ggf. Medikamente (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistica) unterstützend eingesetzt werden.

Bei einem völlig zerstörten Gelenk ist eine operative Versteifung des betroffenen Gelenkes in einer guten Gebrauchsstellung oft die beste Lösung. Hierbei wird das zerstörte Gelenk entfernt und die benachbarten Knochen z.B. durch Drähte in der funktionell besten Stellung fixiert. Nach der Operation wird der Finger für 6-8 Wochen mit einer kleinen Schiene ruhig gestellt, bis der Knochen verheilt ist. Nach knöcherner Durchbauung ist der Finger wieder schmerzfrei kräftig einsetzbar.