Erkrankung
Diese auch als Tennisellenbogen bezeichnete Erkrankung spielt sich in den daumenseitigen Muskelursprüngen des Ellenbogens ab (Abbildung links). Durch Überbeanspruchung in Beruf und Sport kommt es im akuten Zustand zu schmerzhaften Muskelfaserverhärtungen, das Gewebe wird weniger dehnungsfähig, im chronischen Zustand zu einer Verfestigung und verfrühten Alterung des Sehengewebes verbunden mit Verkalkungen. Typisch ist der Druckschmerz der Muskelursprünge am Ellenbogen mit Verstärkung bei Kontraktion der Handgelenksbeuger und -strecker gegen Widerstand. Liegt der Hauptschmerz in den kleinfingerseitigen Muskelursprüngen, bezeichnet man die Erkrankung auch als Golferellenbogen (Abbildung rechts).
Behandlung
Im akuten Stadium reicht meist eine Vermeidung der Fehlbelastung in Verbindung mit entzündungslindernden Maßnahmen, in schweren Fällen kann eine Ruhigstellung des Ellenbogengelenks im Gipsverband notwendig sein. Sollten diese konservativen Maßnahmen auf die Dauer nicht zum Erfolg führen, hat sich die operative Behandlung bewährt. Dabei werden die sehnigen Muskelursprünge im betroffenen Bereich vom Knochen abgelöst, so dass das geschädigte Gewebe auf Dauer von der Einleitung schädigender Mikrotraumata befreit wird; außerdem werden die schmerzleitenden Nervenendigungen in diesem Bereich der Knochenhaut elektrothermisch abgetötet.
Komplikationen und Nachbehandlung
Wie bei jedem Eingriff mit Verletzung der Haut kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen sowie zu Nachblutungen und Blutergüssen. Veranlagungsbedingte Störungen der Narbenbildung können einen Folgeeingriff notwendig machen, eine verminderte oder vermehrte Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Narbe bildet sich dagegen meist von selbst zurück. Verletzungen benachbarter Strukturen wie Muskeln, Sehnen und Nerven können dauerbare Störungen verursachen, treten aber extrem selten auf.
Der postoperative Verlauf ist zuweilen sehr unterschiedlich. Manchmal herrscht rasch vollkommene Beschwerdefreiheit und nach kurzer Zeit besteht volle Arbeitsfähigkeit. In einigen Fällen besteht eine abgeschwächte Beschwerdesymptomatik noch über einige Wochen weiter. Sehr selten nur zeitigt der erste Eingriff keine Besserung und macht einen zweiten Eingriff mit deutlich großflächigerem Ablösen der Muskelansätze notwendig.




