Praxisklinik Orthopädie Franziskushospital

Daumensattelgelenksarthrose

Die Sattelgelenksarthrose (= Rhizarthrose) ist die häufigste Arthrose an der Hand. Hierbei kommt es durch Abnutzung zur Schädigung und langfristig zum Verlust des Gelenkknorpels zwischen dem 1. Mittelhandknochen und dem sog. großen Vieleckbein. Der Gelenkspalt verschmälert sich und es entstehen (im Röntgenbild sichtbare) randständige Knochenzacken, die den Bewegungsschmerz noch verstärken. Im Endstadium ist oft das Sattelgelenk oder auch der gesamte Daumen verformt.

Klinisches Bild

Wie bei allen Verschleißerkrankungen der Gelenke tritt am Daumensattelgelenk als erstes ein Bewegungsschmerz auf. In der Frühphase äußert sich dies oft nur in einer Morgensteifigkeit. Bei weiterem Fortschreiten der Arthrose wird jegliche alltägliche Daumenbewegung (z.B. das Öffnen eines Schraubverschlusses oder das Wringen eines Tuches) schmerzhaft. Schmerzbedingt lässt auch die Kraft der betroffenen Hand nach.

Bei der Untersuchung lässt sich im Sattelgelenk ein Schmerz und manchmal ein fühlbares Knirschen und Reiben gezielt auslösen. Gesichert wird die Diagnose durch eine Röntgenaufnahme. Allerdings gibt das röntgenologische Ausmaß einer Arthrose keine Auskunft über die Schmerzintensität, die ein Patient empfindet.

Therapie

Zu Beginn der Daumensattelgelenksarthrose können Salbenverbände oder das Tragen einer Daumenschiene die Beschwerden mildern. Extreme Druckbelastungen des Daumens sollten vermieden werden. Auch Kortison-Injektionen in das Sattelgelenk sind vorübergehend wirksam.

Sollten diese genannten Maßnahmen über längere Zeit hinweg nicht zu einer Linderung führen und tritt auch bei leichten, alltäglichen Tätigkeiten (z.B. Halten eines Buches oder Tragen eines Tellers) ständig der Schmerz im Sattelgelenk auf, sollte eine Operation empfohlen werden.

Die am häufigsten angewendete Operationsmethode ist die sogenannte Resektionsinterpositions-arthroplastik. Hierbei wird das große Vieleckbein entfernt und der Daumen mittels einer Sehnenschlinge durch die Basis vom 1. Mittelhandknochen fixiert. Dies ergibt eine federnde Stabilisierung des Daumens und ermöglicht nach mehrwöchigen Bewegungsübungen wieder eine nahezu normale Daumenbewegung. Eine leichte Kraftminderung kann als Dauerfolge nach dieser Operation verbleiben, dafür ist der Arthroseschmerz behoben.

Sattelgelenksprothesen (= künstliche Gelenke) werden wegen der sehr bewährten Arthroplastik und deren gute Langzeitergebnisse eher selten eingesetzt.

Links: Rhizarthrose präoperativ
Mitte: Rhizarthrose nach Entfernung des großen Vieleckbeines
Rechts: Rhizarthrose nach Prothesenimplantation