Praxisklinik Orthopädie Franziskushospital

Bursektomie

Erkrankung

Bei der Schleimbeutelentzündung (Bursitis) am Ellenbogen ist zumeist jener betroffen, der beim Aufstützen des angewinkelten Armes zwischen Knochen und Tischplatte liegt. Reizerscheinungen in diesem Schleimbeutel sind die Folge länger dauernder Druckeinwirkung wie etwa bei Schreibtischarbeitern oder chronischer Entzündungen wie bei rheumatoider Arthritis. Der Schleimbeutel über dem Knochen ist aufgeschwollen, die Schleimhaut verdickt. Für den Betroffenen kann dies sehr schmerzhaft sein.

Behandlung

Die Punktion des Reizergusses mit Injektion eines Kortisonpräparates zusammen mit einer vorübergehenden Ruhigstellung bringen die Symptomatik in der Regel zum Verschwinden. Bei chronischen Reizzuständen, die sich diesen Maßnahmen entziehen, kann die Entfernung des Schleimbeutels angezeigt sein. Dabei wird der Schleimbeutel mitsamt seiner Kapsel und damit dem gesamten, Ergussflüssigkeit produzierenden Gewebe aus der Umgebung herausgelöst. Eine eitrige Bursitis stellt auch im akuten Zustand eine Operationsindikation dar zur Vermeidung einer Streuung der Bakterien in den gesamten Körper.

Komplikationen und Nachbehandlung

Wie bei jedem Eingriff mit Verletzung der Haut kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen sowie zu Nachblutungen und Blutergüssen. Veranlagungsbedingte Störungen der Narbenbildung können einen Folgeeingriff notwendig machen, eine verminderte oder vermehrte Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Narbe bildet sich dagegen meist von selbst zurück. Verletzungen benachbarter Strukturen wie Muskeln, Sehnen und Nerven können dauerbare Störungen verursachen, treten aber extrem selten auf. Aufgrund der Ausdehnung des Operationsgebietes muss für einige Zeit mit einer Schwellneigung der Weichteile gerechnet werden.