Hier finden Sie Auszüge aus der Patienteninformation zur Verhinderung und Therapie von Thrombosen. Die vollständige Broschüre können Sie im Downloadbereich als pdf-Datei herunterladen.
Was ist eigentlich eine Thrombose?
Der Begriff „Thrombose“ kommt aus dem Griechischen „thrombosis“ und bedeutet Blutgerinnung. Diese steuert ein gesunder Körper ganz automatisch: Wann immer man sich verletzt, bildet sich ein Blutgerinnsel, das die Wunde verschließt und die Blutung stillt.
Normalerweise löst unser Körper dieses Gerinnsel auch wieder auf. Bei einer Thrombose jedoch kommt es zum teilweisen oder kompletten Gefäßverschluss. Das Blut kann nicht mehr fließen, es staut sich – etwa in den Beinen – und wichtige Organe werden nicht mehr versorgt. Am häufigsten von Thrombosen betroffen sind die tiefen Venen in Unter- oder Oberschenkeln bzw. im Beckenbereich.
Warum sind Thrombosen gefährlich?
Eine gefürchtete Komplikation der Thrombose ist die Lungenembolie. Dabei löst sich ein Blutgerinnsel, wird durch den Körper geschwemmt und verstopft den Weg zu einem lebenswichtigen Organ, der Lunge. An einer Lungenembolie sterben allein in Deutschland etwa 40.000 Menschen im Jahr. Die Gefahr ist also nicht zu unterschätzen.
Wie kann man Risiken erkennen und vermeiden?
In dieser Broschüre beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema Thrombose. Wir klären Sie über die unterschiedlichen Risiken auf, die diese Gefäßkrankheit begünstigen können. Und wir zeigen Ihnen, was Sie vorbeugend für Ihre Gesundheit tun können.
Welche Risikofaktoren begünstigen das Auftreten von Thrombosen?
Frauen sind stärker als Männer gefährdet, an einer Thrombose zu erkranken. Grund sind die weiblichen Hormone. Durch Einnahme der Pille wächst das Thromboserisiko zusätzlich.
Allgemein steigt im Alter die Thrombosegefahr. Weitere Risikofaktoren sind:
- Krampfadern, da diese zur Verlangsamung des Blutstroms führen
- Übergewicht
- Flüssigkeitsmangel
- Bewegungsmangel
- Schwangerschaft, auch zurückliegende Schwangerschaften
- Zurückliegende oder akute Krebserkrankungen
- Einnahme bestimmter Medikamente, etwa Cortison
- Vorerkrankungen der Venen
- Ruhigstellung durch Gipsverband
- Operationen
Wie kann ich einer Thrombose vorbeugen?
Die wichtigste Vorbeugung ist Bewegung. Denn die Muskeltätigkeit der Beine unterstützt den Rückfluss des Blutes in unseren Venen. Darum gilt heute etwa nach Operationen, dass die Patienten so früh und so oft wie möglich aufstehen und herumgehen sollen. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu trinken, mindestens 2 Liter täglich.
Bei Krampfadern, Beinvenenthrombosen und anderen venösen Erkrankungen werden oftmals Kompressionsstrümpfe verordnet, die individuell angepasst werden. Sie halten durch mechanischen Druck von außen den Blutfluss in den Venen in Gang.
Wenn der Arzt Ihnen Kompressionsstrümpfe verschreibt, sollten Sie diese unbedingt auch tragen – zu Ihrem eigenen Nutzen. Kompressionsstrümpfe sind heute kaum noch von normalen Strümpfen zu unterscheiden. Es gibt keinen Grund, etwa aus modischen Überlegungen darauf zu verzichten.
Wie erkenne ich eine beginnende Thrombose?
Es gibt wenige verlässliche Hinweise, die eindeutig auf eine Thrombose hindeuten. Oftmals gibt es gar keine Alarmzeichen. Bei den folgenden Symptomen sollten Sie jedoch in jedem Fall Ihren Arzt aufsuchen:
- Schwellung und Wärmegefühl – vor allem an den Beinen
- Auffallend glänzende, gespannte Haut an den betroffenen Stellen
- Druckschmerz an Bein oder Fußsohle
- Schmerzen an der Wade (ähnlich einem Muskelkater)
- Wadenschmerzen beim Strecken des Fußes
- Zunahme dieser Schmerzen beim Stehen und Gehen, Abnahme beim Liegen
- Sichtbares Abzeichnen der Venen an der Hautoberfläche




